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Erregungsschwelle
Damit ein Aktionspotenzial ausgelöst wird, muss das Membranpotential am Axonhügel eines Neurons den Schwellenwert von etwa –50 mV (relativ zum Ruhepotential von –70 mV) überschreiten. Dies ist die Erregungsschwelle. Bleibt die Depolarisation darunter, wird kein Aktionspotenzial ausgelöst.
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Exekutive Funktionen
Die Hirnforschung beschreibt mit dem Begriff Exekutive Funktionen die „höheren“ mentalen Fähigkeiten von Lebewesen. Dazu gehören zum Beispiel die gezielte Aufmerksamkeit, die Planung von Handlungen, Fehlerkorrektur, Entscheidungen, Impulskontrolle und emotionale Regulation.
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Extinktion
Bei der Extinktion wird ein zuvor konditionierter Reiz mehrfach ohne die ursprünglich gekoppelte Verstärkung präsentiert, bis die konditionierte Reaktion nachlässt. Bspw. hat ein Hund gelernt, dass das Klingeln einer Glocke das Futter ankündigt (konditionierter Reiz → konditionierte Speichelreaktion). Bei der Extinktion wird die Glocke nun mehrfach geläutet, ohne dass Futter folgt. Nach einigen Wiederholungen hört der Hund auf, beim Klingeln zu sabbern: die konditionierte Reaktion lässt nach. Diese Abnahme der Reaktion lässt sich auch auf synaptischer Ebene nachweisen, etwa durch Verringerung der Neurotransmitterfreisetzung.
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Extrapyramidales System
Als extrapyramidales System wird eine Reihe von Strukturen des Gehirns bezeichnet, die maßgeblich an der Beeinflussung der Motorik beteiligt sind, jedoch nicht zur Pyramidenbahn gehören. Es besteht aus multisynaptischen Neuronenketten. Zum extrapyramidalem System zählen zahlreiche Kerne wie das Striatum, Pallidum, Nucleus ruber und die Substantia nigra.
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exzitatorisch
Als exzitatorisch werden erregende Synapsen bezeichnet, die die nachfolgende Zellmembran depolarisieren und so zur Bildung eines Aktionspotenzials führen können. Eine exzitatorische Wirkung wird meist über einen erregenden Transmitter (Botenstoff), wie z.B. Glutamat, erzeugt. Das Gegenteil ist eine inhibitorische, hemmende Synapse.
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Farbenblindheit
Die Unfähigkeit, Farben wahrzunehmen. Stattdessen sehen die Betroffenen nur Helligkeit. Ursache kann z.B. eine erbliche Zapfenblindheit oder eine Netzhauterkrankung sein, aber auch eine Schädigung der optischen Nerven oder visueller Assoziationsareale.
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Farbkonstanz
Ein Korrekturmechanismus, der die relativ konstante Anmutung der Farbe eines Objekts bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gewährleistet. So erscheint das Rot einer Rose morgens wie abends gleich, obwohl sich das Licht je nach Tageszeit und Wetterlage ändert.
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Farbton
Eine der Wahrnehmungsdimensionen von Farbe: die dominante Wellenlänge.
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Fehlattribution
Als Fehlattribution bezeichnet man eine falsche Ursachenzuschreibung, bspw. zwischen körperlichem Erleben und kognitiver Bewertung. Im Versuch von Dutton und Aron (1974) wurden männliche Personen in eine riskante Situation gebracht, was eine starke körperliche Erregung hervorrief. Am Ende des Experiments wurden die Männer von einer attraktiven Frau interviewt. Zwei Drittel der Versuchspersonen riefen später bei der Dame an – sie hatten ihre Erregung durch das Risiko mit einer romantischen Regung fehlattribuiert.
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Fissur
Durch die starke Faltung des Cortex (Großhirnrinde) entstehen Fissuren – vom lateinischen: Furchen. Diese Furchen lassen sich zur Beschreibung einzelner Hirnstrukturen nutzen, so trennt beispielsweise die Fissura sylvii den Schläfen– vom Frontallappen. Weniger tiefe Furchen werden häufig mit Sulcus bezeichnet.
